Kompetenz und Technologie vereint
28. März 2023
Lösungen entwickeln, die auf heutige Trends und die Anforderungen von morgen eingehen.
Im Jahr 2023 feiern wir bei Comet unser 75-jähriges Bestehen. In einer lockeren Beitragsreihe blicken wir auf einige unserer wichtigsten Produkte und Anwendungen zurück. Viele davon haben sich über die Zeit bewährt und sind – natürlich angepasst an die heutigen Anforderungen – auch heute noch im Einsatz.
Neue Wege: Wie Comet in das Geschäft mit Vakuumkondensatoren einstieg
Mitte der 1960er-Jahre war Comet vor allem für Röntgenröhren bekannt. Da eine so essenzielle, aber schmale Sparte unternehmerische Risiken mit sich brachte, hielt Dr. Beat Steck (Sohn des Firmengründers Gerhard Steck) nach einem ergänzenden Geschäftsfeld Ausschau – idealerweise einem, das zu Comets bestehender Ausrüstung und dem Know-how der Ingenieure in der Vakuum- und Hochspannungstechnik passte.
Während einer Geschäftsreise in die USA erfuhr Dr. Steck von Vakuumkondensatoren. Damals wurden sie hauptsächlich für die Nachrichtenübertragung und Industriesender eingesetzt, doch der Bedarf an höheren Stückzahlen zeichnete sich deutlich ab; die Hochfrequenztechnik verzeichnete bereits ein bemerkenswertes Wachstum.
Gründung des neuen Geschäftsbereichs
Glücklicherweise hatte Comets US-amerikanischer Partner im Röntgengeschäft, Machlett, vor Kurzem mit der Produktion von Vakuumkondensatoren begonnen. Comet zog den Abschluss eines Lizenzvertrags mit Machlett in Betracht, um eine kleine Serie von Vakuumkondensatoren selbst zu fertigen und weitere Typen von Machlett zu beziehen.
So stellte Dr. Steck das Potenzial der Vakuumkondensatoren-Fertigung 1965 auf der ordentlichen Generalversammlung der Aktionäre vor. Um einen erfolgreichen Start zu garantieren, konnte er sogar Absichtserklärungen von einigen lokalen Unternehmen vorlegen, die planten, ihren Bedarf an Vakuumkondensatoren über Comet zu decken. Bald darauf wurde ein Pilotprojekt gestartet, das den Grundstein für Comets Einstieg in den Markt der Hochfrequenztechnik legte.
Es war ein günstiger Zeitpunkt, um in das Geschäft mit Vakuumkondensatoren in Europa einzusteigen. Jennings war damals der unbestrittene Marktführer für Vakuumkondensatoren, konnte jedoch aufgrund der Entfernung keinen qualitativ hochwertigen Service in Europa gewährleisten. Aus diesem Grund waren Kunden bereit, den Lieferanten zu wechseln, sofern Qualität und Preis vergleichbar waren. Darüber hinaus hatte sich Jennings auf feste Glaskondensatoren spezialisiert anstelle der vielversprechenderen variablen Keramiktypen.
Comet trieb das Geschäft mit Vakuumkondensatoren schrittweise voran, da man mit Kleinserien und Präzisionfertigung vertraut war. Da Comet wusste, dass Kunden neben höchster Qualität auch fachkundige Unterstützung erwarteten, investierte das Unternehmen in erstklassige Mitarbeiter und legte so den Grundstein für eine Kundenorientierung, die bis heute fortbesteht.
Dr. Steck bat sogar Joe Skehan, den Präsidenten von Machlett, in dieser Angelegenheit um Unterstützung. In einem Brief schrieb er: „Man weiß ja nie, sollten Sie zufällig auf einen Ingenieur treffen, der unbedingt in den Alpen Ski fahren oder Berge besteigen möchte, geben Sie ihm einfach unsere Adresse.“
Übrigens: Comet ist immer auf der Suche nach neuen Talenten – werfen Sie einen Blick auf unsere offenen Stellen.
Im Laufe der Jahre wurde das Produktsortiment von den lizenzierten Machlett-Produkten auf Eigenentwicklungen von Comet sowie auf kundenspezifische Lösungen ausgedehnt. Zudem begann Comet, eigene Fertigungsanlagen speziell für Vakuumkondensatoren zu bauen, was den Herstellungsprozess optimierte und die Qualität des Endprodukts steigerte.
Der frühe Erfolg mit Vakuumkondensatoren schliesslich legte den Grundstein für den Markteintritt von Comet im Halbleitersektor im Jahr 1978 in Japan. Für uns bei Comet PCT (Plasma Control Technologies) war dies der Ursprung unseres Geschäftsbereichs und der erste Schritt auf unserem Weg, neue Technologien zu ermöglichen.
„Man weiß ja nie, sollten Sie zufällig auf einen Ingenieur treffen, der unbedingt in den Alpen Ski fahren oder Berge besteigen möchte, geben Sie ihm einfach unsere Adresse.“
Dr. Beat Steck
Ähnliche Fertigungsprozesse
Vakuumkondensatoren passten gut zu Comet. Der Herstellungsprozess ähnelt dem von Röntgenröhren mit analoger mechanischer Bearbeitung, Oberflächenbehandlung, Vorangliederung, Keramiktechnologie und Abpumpverfahren; lediglich die Umform- und Prüfverfahren unterscheiden sich.
Nikola Tesla reichte vor mehr als 125 Jahren das erste Patent für Vakuumkondensatoren ein
Mehr erfahrenErfahren Sie mehr über Auslegung, Bemessung und Installation von variablen Vakuumkondensatoren in
Service Bulletin 12Vakuumkondensatoren aus Glas oder Keramik?
Feste Glas-Vakuumkondensatoren waren zu dieser Zeit in Europa weit verbreitet. Variable Keramik-Vakuumkondensatoren waren etwa zehnmal teurer – ganz zu schweigen davon, dass sie empfindlicher und komplizierter in der Herstellung waren – ermöglichten jedoch höhere Temperaturen und höhere Ströme. Dr. Steck erkannte richtig, dass Keramik-Vakuumkondensatoren ein großes Potenzial boten, sofern der Preis stimmte.
Comets eigene Produktionsanlagen
Erste Comet-Pumpeinheit für Vakuumkondensatoren, im Einsatz seit 1965, vollständig überarbeitet im Jahr 1978 von Comet-Ingenieuren: Die Pumpstation erzeugt ein Hochvakuum. Kleinste Moleküle werden durch eine Turbomolekularpumpe abgepumpt. Dieser Prozess erzeugt das bestmögliche Hochvakuum im Kondensator, um ihn spannungsfest zu machen. Dies trägt zu höchster Produktqualität und Langlebigkeit bei – die Maschine legte damit den Grundstein für die bekannte Comet Vakuumkondensator-Qualität.
Lesen Sie mehr über Comets erste Schritte im Halbleitermarkt im Geschäftsbericht von Comet
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